26. ADAC Reckenberg-Rallye – Bei Bauer Randers durch den Garten

Elchsammelstelle (Foto: SM)

Die Reckenberg-Rallye war als Sonderlauf zur Ausgabe des Volvo Original Cup 2007 ein gelungener Neustart einer traditionsreichen Rallye in Nordrhein-Westfalen. 7 Volvos traten zur Neuauflage der Reckenberg in Rheda-Wiedenbrück an.

Los ging es am Freitag so gegen Mittag. Nachdem die Jungs leichte Spurprobleme am Volvo in dem Griff bekamen und der Trailer „wie immer“ neu bereift wurde, machte sich Silvio allein auf die rund 400km lange Reise nach Reckenberg/Wiedenbrück. Die ersten 300km ging es richtig vorwärts, die letzten 100km waren mit 3 aufeinander folgenden Staus nicht so der Bringer. Gegen 17.30Uhr traf Silvio in Reckenberg ein und wurde herzlich von seinem Co für diese Veranstaltung begrüßt. Sein Name: Sebastian Brummel. Ein netter Typ, die Statur von Jambo (DSF), die Redegewandheit von Atze Schröder.

Foto: MSC Wiedenbrück

Nach einigen Bier und dem üblichen Rallyetalk ging es ins Bett zu Jörg und Evelin Steffensmeier. Das Bett war Klasse, die Dusche auch und das Frühstück am Samstag, Silvio schwärmt heute noch.

Nicht ganz so entspannt war die Anreise für unseren Volvokameraden Andreas, dazu Kalle:

„Abfahrt Berlin 20.16 Uhr. 30 min Bundesautobahn alles hübsch. Höhe Rasthof Fichtenplan brachte das Zugfahrzeug, ein Fremdfabrikat keinen Vortrieb mehr zustande. Die ungesunden Geräusche wurden sofort mit der Reparatur an den Einspritzdüsen in der Woche zuvor in Verbindung gebracht. Der Hersteller des Fremdfabrikates hat eine Hotline. Wunderbar. Die wurde angerufen; sie war freundlich aber hilflos. Mit dem Abschlepper gings nach Genshagen auf den Hof. Diagnose: es liegt ein Motorschaden an besagtem Zugfahrzeugfremdfabrikat vor. 22.32 Uhr. Mit einer großen Autovermiet-Firma telefoniert. (Anmerkung: die machen um 22:59.59 Uhr zu.) Es steht ein brauchbarer Ersatzwagen in Berlin-Tegel. Für nicht-auswendig-Berlin-Kenner: das ist auf der anderen Seite der Stadt, die bisweilen recht weitläufig ist. 22.43 Uhr immer noch kein Taxi da. Die große Autovermiet-Firma wurde bekniet doch bitte erst abzuschließen, wenn das Taxi in Berlin-Tegel angekommen ist. Hier verliert sich die Spur etwas, aber was ich weiss: für 56.- EUR gings quer durch Berlin. Ersatz-Zugfahrzeug (auch ein Fremdfabrikat) untergeschnallt und zurück zum Hänger mit dem ungeduldigen Volvo drauf. Neue Abfahrtzeit 24:00.04 Uhr, Navi sagt: 430 km bis Knöbel. Ankunft bei Knöbel 4:33.24 Uhr. Wunderbar, das macht noch zwei großzügige Stunden Schlaf für das Team Leue / Piechowski in Begleitung mit Service-Mann Stefan.“

Es ist Samstag-Morgen, auf zum Training. Silvio und Sebastian im Auto, die Einheimischen an der Strecke und jeder wusste, wie es richtig „geht“. Hier ’ne Welle, da ne Kante, nur im Volvo merkst du es eh nicht. Der typische Volvoaufschrieb sieht dann eher so aus: “ Kurve Links, Kurve rechts, der Rest geht voll“.. Nun denn, schaun mer mal.

Foto: MSC Wiedenbrück

Foto: MSC Wiedenbrück


WP1 und WP4 wurden nach Aufschrieb von Knöbel gefahren, nur blöd, wenn man als „Ortsfremder“ nie richtig weiss, was meint er denn jetzt, zumal Holger jede Kurve eine Nummer höher fährt.

Nach der ersten Runde aufm Rundkurs gings dann auch Vorwärts, die „Linie“ wurde ganz gut getroffen. Im zweiten Durchgang (WP4) ging es dann im Massenstart auf die Piste und Silvio „schob“ Andreas Leue von hinten über die Bahn. „Drei weitere Runden, und wir wären bei ihm mitgefahren.“

Foto: MSC Wiedenbrück

Foto: MSC Wiedenbrück


Auf den anderen WP’s ging es nicht ganz so schnell zur Sache, doch das Material war teilweise schon am Limit. Ganz besonders krachen ließen es die Jungs beim Sprung über die Hauptstraße. Ein Weitenrekord jagte den nächsten und die Hinterachse versteckte sich
teilweise nahezu komplett in den hinteren Radläufen. (Armes Auto)

Foto: MSC Wiedenbrück

Foto: MSC Wiedenbrück

Auf WP3 machten die Beiden einen kurzen Ausflug in einen Erdwall, nachdem der „Arsch“ nach einer Rechts 3 inkl. Brückendurchfahrt gefolgt von einer weiteren Rechts 3 mal wieder zuerst aus der Kurve kommen wollte. Die vordere untere Stoßstange musste leider vor Ort zurückgelassen werden, dafür gabs zwei neue Auswuchtgewichte aus Sand für die Vorderräder. Ordentlich quer ging es dann auch durch die Diele des Bauernhofes, wo sich der dort ansässige Bauer viel Mühe mit der Auslegung einer Bande gab, wenngleich sie doch ein wenig eng für einen Schweden ist. Hier ließ Silvio es sich nicht nehmen, dass Ganze noch einmal neu zu sortieren. Mit ausschlagendem Lenkrad beendete man die WP und hatte schon größere Schäden im Hinterkopf, doch zum Glück ließen sie die beiden Rabauken mit einem Schraubendreher zur Aufgabe überreden. Die verlorene Stoßstange fand sich am Abend im Rallyezentrum wieder, zwei aufmerksame Fans hatten sie mitgenommen, dafür unseren herzlichen Dank.

Veranstaltung vorbei, Ergebnis: Platz 3, da freuen sich auch die Mechaniker.

Foto: MSC Wiedenbrück


Unser Dank geht an Familie Steffensmeier für die herzliche Gastfreundschaft, Sebastian Brummel für die hervorragenden Leistungen auf dem heissen Stuhl (der Junge ist zu empfehlen!) sowie Jan Knöbel und der Organisation für diese fantastische Rallye, wir kommen wieder!

Desweiteren besonderer Dank an VMax-Motorsport für Zugfahrzeug, Trailer und Rennvorbereitung.

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