23. ADAC VCB-Rallye-Berlin 2007 – unverhofft kommt oft!

Volvo-Quattro (Bild: CW)

Das Elche potente Zeitgenossen sind, darüber sind wir uns wohl alle einig, doch innerhalb eines Augenblicks aus Zweien Viere machen, das gibt es selten.

„Offiziell“ gemeldet waren eigentlich nur zwei, Silvio Mollitor im 244er sowie Jan Bernstein im 744er, letzterer zum ersten Mal in Wertung. Pünktlich um 7:00 standen allerdings zwei weitere Gelbe im Fahrerlager. Christian Prillwitz und Jeanette Ziehmann wollte es sich nicht nehmen lassen im CPM-7er ein paar Erfahrungen zu sammeln nachdem in zahlreichen Nachtschichten liebevoll der Baum aus dem Motorraum herausmodeliert wurde. An seiner Seite Jeanette Ziehmann als erfahrene Volvo-Copilotin. Frank Richert und Matthias Prillwitz gingen zur Überraschung aller mit dem „Skandix“-Volvo an den Start.

 

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Matthias Prillwitz im Gesprä mit Lazar Kan

Jan Bernstein und Papa Wüstenhagen mit ihrer grauen Eminenz

Silvio Mollitor und Christian Weidner in ihrem Volvo 244

Wir (Silvio&Christian) hatten schon die Befürchtung unsere Onboard-Kamera an der Heckscheibe montieren zu müssen, mit Startnummer 2 vor Frank und Matthias mit der 3 wären wir wohl „nur“ eine bessere „Auflaufbremse“ gewesen, da die beiden eigentlich mit dem Cossie starten wollten.

Frank Richert und Matthias Prillwitz

Also auf zum Start und dem Elch die Sporen gegeben. Zur Freude der Zuschauer rollten die Dickschiffe „on block“ über die Strecken auch wenn nach Frank mit der 3 Jan mit der 21 folgte.

Jan Bernstein und Papa Wüstenhagen mit ihrer grauen Eminenz

Auf WP1 legt Richert das erste Brett vor, 170,4 Sekunden. Silvio folgt mit 0,6 Sekunden Rückstand, Prillwitz sieht 1,9 Sekunden nach ihm die Lichtschranke. Fehlt doch einer? Richtig, unser Jan! Mit Problemen an der Drosselklappe ist er nach 191,7 Sekunden am Ziel. Sieht so aus, als hätte sein Elch die Tage, denn auf den nächsten 8 WPs wurde es nicht besser. Wenigstens konnte man noch ein paar „Pappen“ in Schach halten.

Fiese Pappe...

Jan Bernstein und Papa Wüstenhagen mit ihrer grauen Eminenz

WP2, Richert wieder schnellster Volvo, nach 121 Sekunden ist der Spuk vorbei. Platz Zwei und Drei werden getauscht, diesmal Prillwitz schneller mit 5/10 Rückstand auf Richert, Silvio folgt weitere 8/10 später. WP3 das gleiche Spiel. Richerts Gebot: 195 Sekunden, das reicht für Platz 5 im Gesamt auf dieser WP. Platz 2 geht an Silvio mit 3,7 Sekunden Rückstand, Christian folgt weitere 4,1 Sekunden später. Eine halbe Minute später bringt auch Jan sein „Baby“ durch.

Silvio Mollitor und Christian Weidner in ihrem Volvo 244

Der erste Durchgang ist geschafft, Richert führt mit 486,4 Sekunden, Silvio auf Platz 2 492 Sekunden, gefolgt von Christian mit 497,2 Sekunden. Mit über einer Minute Rückstand belegt Jan Platz 4.

Christian Prillwitz und Jeanette Ziehmann im gelben CPM-Volvo

Silvio Mollitor und Christian Weidner in ihrem Volvo 244

Die Zeichen stehen auf Sturm, Silvio will es wissen und prügelt den 244er über die Strecke. Doch während er noch mit seinem Bremspedal anbandelt und den lieblichen Klängen seines Copiloten lauscht, ist auch schon die nächste Linkskurve im Anmarsch. Zu spät reagiert, der Elch bockt und ab in die Büsche, das kostet wertvolle Sekunden. Die anderen kommen besser durch und somit ergibt sich am Ziel von WP4 folgendes Bild. Richert hat 164,50 Sekunden auf dem Zettel und fährt eine weitere Bestzeit, Prillwitz legt nach, mit 166,20 Sekunden aber leicht drüber. Pilzzüchter Silvio packt nochmal runde 8 Sekunden drauf, macht 174,40. Und Jan? Ja, mit 192.50 Sekunden hat es dann doch nicht ganz gereicht. WP5 geht fast alles voll, Lazar Kaahn lässt grüssen. Auch hier Richert wieder vorn, gefolgt von Prillwitz, dahinter Silvio&Ich, man liegt dicht beieinander. Und Jan? Jan macht das Licht aus.

Christian Prillwitz und Jeanette Ziehmann im gelben CPM-Volvo

Christian Prillwitz und Jeanette Ziehmann im gelben CPM-Volvo

Schlagabtausch auf WP6, Silvio ist fast dran, doch Richert entwischt mit 1/10 Sekunde Vorsprung, Prillwitz wird 3.

Richert ist jetzt „voll auf Volvo“ eingeschossen, verbessert sich ein weiteres Mal und ist bereits nach 163,90 Sekunden am Ziel. Auch Silvio hat nochmal Kohlen nachgelegt, mit 3,1 Sekunden Rückstand reicht es dann aber doch nicht ganz, Prillwitz Dritter, Jan auf 4.

Frank Richert und Matthias Prillwitz im Anflug

Jan Bernstein und Papa Wüstenhagen mit ihrer grauen Eminenz

WP8, öfter mal was neues. Silvio nimmt eine Rechts2 im 3.Gang, kommt etwas weit rum und muss sich schnell zwischen Bäumen, Zaun und Strasse entscheiden. (Manchmal ist am Ende der Kurve noch zuviel Drehzahl übrig) Das Ziel vor Augen entschied er sich für die Strasse, wurde aber nur aber nur 3. Vor ihm Prillwitz und Richert.

Letzte Runde meine Herren, bei 40°C im Auto keine leichte Sache. Richert, man mag es kaum glauben, holt die letzte Bestzeit und schafft souverän den Klassensieg. Silvio folgt mit 1,5 Sekunden auf Zwei, Prillwitz mit Reifenproblemen auf Drei und Jan? Ja, Jan kommt etwas später.

Frank Richer und Matthias Prillwitz

Schönes Ding!

Das Endergebniss stellt sich wie folgt dar:

Frank und Matthias gewinnen die Klasse N4 und stehen im Gesamt auf Platz 9. Christian Prillwitz und Jeanette Ziehmann und Jeanette belegen Platz 2 mit hauchdünnen 0,9 Sekunden Vorsprung auf Silvio & meine Wenigkeit. Jan und Christian fahren in ihrer ersten „richtigen“ Rallye auf 4.

„Onkel Willi“, unser Opel-Spezi war das erste Mal mit Alex „Ecki“, dem Panik-Koch unterwegs. Die beiden haben es richtig krachen lassen. Auch wenn am Ende der Rallye kein einziger Tropfen Sprit mehr im Tank war, schoben die beiden den Brüllwürfel auf den 1. Platz in ihrer Klasse. Herzlichen Glückwunsch.

Onkel Willi will es wissen!

Mit dabei, Alex Ecki, der Panikkoch.

Fan sein ist nicht leicht!

In diesem Sinne, bis zum nächsten Mal!

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